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» Fussball » 1. Mannschaft | 15.04.2019 | (2)

Westum und Oberzissen lassen Plaidt davonziehen

Kreisliga A: Alemannia steht nach Patzern der Verfolger kurz vor Aufstieg
Kreisgebiet. Der FC Alemannia Plaidt ist der große Gewinner des 22. Spieltages in der Fußball-Kreisliga A Rhein/Ahr. Der Tabellenführer bezwang den SV Remagen, während die SG Westum/Löhndorf und der SV Oberzissen verloren. Im Tabellenkeller konnten derweil gleich mehrere Teams wichtige Siege einfahren.

DJK Kruft/Kretz - SG Westum/Löhndorf 2:1 (2:0). Nach zuvor acht Spielen in Serie ohne Sieg hat die DJK Kruft/Kretz ausgerechnet im Duell mit dem Tabellenzweiten aus Westum ihre Durststrecke beendet. Dabei reichten Tore von Marvin Schmitz (28.) und Lucas Klein (42.) im ersten Spielabschnitt. Für die Gäste, die nun wohl alle Hoffnungen auf die Meisterschaft begraben müssen, traf Sebastian Ramacher (64.) lediglich noch zum Anschlusstreffer. „Die Jungs haben taktisch und läuferisch eine starke Leistung gezeigt und verdient gewonnen. Nach all den Nackenschlägen in den letzten Wochen freue ich mich unheimlich für die Mannschaft“, zeigte sich Krufts Trainer Jürgen Krayer erleichtert.

SG 99 Andernach II - SV Rheinland Mayen 6:1 (1:0). Die Rheinlandliga-Reserve aus Andernach hat einen ungefährdeten Sieg über den enorm ersatzgeschwächten SV Rheinland Mayen eingefahren. Maicol Oligschläger mit einem Dreierpack (14., 47., 52.), Tom Tiede (60.), Jakob Weiler (71.) und Patrick Sesterhenn (82.) sorgten für klare Verhältnisse. Für die Gäste, die nur noch einen Zähler vor einem möglichen dritten Abstiegsrang liegen, traf Johannes Grober (88.). „Eine gute Halbzeit hat letztendlich gegen einen ersatzgeschwächten Gegner gereicht. In der zweiten Halbzeit haben wir es recht ordentlich gemacht und auch in der Höhe verdient gewonnen“, kommentierte Andernachs Trainer Kim Kossmann.

SV Oberzissen - SV Dernau 1:2 (0:1). Eine unerwartete Heimniederlage musste der SV Oberzissen gegen den SV Dernau einstecken. Dadurch verpasste es die Mannschaft von Trainer Tobias Dedenbach, für die Eric Neumann (66.) traf, in der Tabelle an der SG Westum/Löhndorf vorbeizuziehen. Die Gäste dagegen, bei denen Tim Rieder (24.) und Jordan Schmitt (53.) die Tore markierten, haben den Klassenverbleib so gut wie sicher. „Wir sind mit dem letzten Aufgebot angetreten. Es war sicherlich kein schönes Spiel, aber ein Sieg der Einstellung“, erklärte Dernaus Trainer Uwe Deckenbrock. „Wir haben verdient gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden Gegner verloren und hatten zu keinem Zeitpunkt die wirkliche Einstellung zum Spiel“, sagte Oberzissens Trainer Tobias Dedenbach.

SG Mosel Löf - Sportfreunde Miesenheim 4:3 (1:1). Die SG Löf hat in einer fulminanten Schlussphase zumindest die theoretische Chance auf den Klassenverbleib aufrecht gehalten. Nachdem die Gäste aus Miesenheim mit späten Toren in der 85. und 90. Spielminute ausgleichen konnten, erzielte Löfs Dominik Zinkan mit dem Schlusspfiff den Siegtreffer (90.+3). „Ich bin stolz auf die Jungs. Wir haben die Tabellensituation ausgeblendet und ein gutes Spiel gemacht. Die Hoffnung stirbt zuletzt“, hat Löfs Trainer Udo Seifert den Glauben an den Klassenverbleib noch nicht verloren. „Immer wenn wir als geschlossene Mannschaft gespielt haben, waren wir gut im Spiel. Wir müssen erkennen, dass es nur als Mannschaft geht“, sagte Miesenheims Trainer Günter Kossmann. Torfolge: 0:1 Dennis Niederprüm (16.), 1:1 Felix Horn (42.), 2:1 Zinkan (63.), 3:1 Horn (75.), 3:2 Roman Bach (85.), 3:3 Karl Runkowsky (90.), 4:3 Zinkan (90.+3).

SG Ettringen/St. Johann - Ahrweiler BC II 3:1 (1:1). Die SG Ettringen hat einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib gemacht. Beim 3:1-Sieg über den Ahrweiler BC II avancierte Eike Idczak zum Mann des Tages. Er traf doppelt (15., 85.) und verursachte zudem ein Eigentor (45.). Den vierten Treffer des Tages erzielte Lukas Mürlebach (58.). „Ein riesiges Kompliment an die Mannschaft, die sich taktisch sehr gut verhalten hat. Lediglich die Chancenverwertung war noch ausbaufähig“, so Ettringens Trainer Mike Großkopf. „Wir waren schlecht in den Zweikämpfen und haben einfach keine Einstellung zum Spiel gehabt. Eine solche Darbietung ist nach den drei Siegen zuvor unerklärlich“, kritisierte ABC-Trainer Bekim Gerguri.

SG Eich/Nickenich/Kell - SG Hocheifel 3:3 (0:2). Ein verrücktes Spiel bekamen die Zuschauer auf dem Eicher Horeb zu sehen. Nach 50 Spielminuten führten die Gäste durch Tore von Martin Hertel (22.), Tobias Weiler (32., Foulelfmeter) und Dennis Palarowski (50.) komfortabel mit 3:0. Doch in der Folge leitete Nico Nübel mit seinem Treffer (55.) ein Comeback der Hausherren ein. Dennis Buchner (77.) stellte den Anschluss her, ehe Nübel kurz vor Schluss mit Gelb-Rot vom Platz flog (90.). Nichtsdestotrotz kamen die Gastgeber mit der letzten Aktion des Spiels in der siebten Minute der Nachspielzeit mit einem Kopfballtor von Lars Assenmacher zum Ausgleich. „Wir haben den Gegner mit individuellen Fehlern in einer schwachen ersten Halbzeit eingeladen, dann aber eine tolle Moralleistung gezeigt“, analysierte Eichs Trainer Markus Hilbig. „Das Gegentor in der letzten Minute ist natürlich sehr ernüchternd. Wir wurden für eine fehlende Abgeklärtheit bestraft und haben momentan ganz einfach Dreck am Schuh“, befand Hocheifel-Trainer Tobias Weiler.

FC Alemannia Plaidt - SV Remagen 3:1 (1:1). Spitzenreiter FC Plaidt hat seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf acht Zähler ausgebaut und könnte bereits am nächsten Spieltag die Meisterschaft unter Dach und Fach bringen. Trotz eines verschossenen Elfmeters von Juri Pineker (12.) und eines Rückstandes gewann die Mannschaft von Trainer Thomas Esch am Ende dank Toren von Leroy Lehmann (42.), Christos Varelis (78., Handelfmeter) und Moritz Heusel (90.). „Natürlich sind wir der Gewinner des Spieltags. Dennoch haben wir 60 Minuten lang ein schwaches Spiel abgeliefert. Die letzten 30 Minuten waren so, wie wir uns das vorstellen“, kommentierte Plaidts Trainer Esch. „Der zweite Elfmeter hat uns das Genick gebrochen. Ein solches Ergebnis nach einer solchen Leistung ist sehr bitter“, meinte Remagens Sportlicher Leiter Florian Gottschalk.

Quelle: Daniel Fischer, RZ Kreis Ahrweiler vom Montag, 15. April 2019, Seite 15




 

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