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» Fussball » 2. Mannschaft | 05.09.2020 | (46)

Remagen macht aus seinen Ambitionen keinen Hehl

Fußball-Kreisliga B Ahr: Trainer Mazih will angreifen – Kripp nimmt neuen Anlauf – Bad Bodendorf übt sich in Demut – Aufatmen bei der SG Kreuzberg
Kreisgebiet. Die Kreisliga B Ahr geht mit 13 Teams in die Spielzeit 2020/2021. Vorjahresmeister SG Landskrone Heimersheim stieg in die A-Klasse auf. Der SV Oedingen dagegen meldete aus Personalmangel nicht für die B-Klasse und zieht sich stattdessen in die Kreisliga D zurück. Neu in der Liga ist nur Aufsteiger SV Oberzissen II.

SV Kripp: Als Tabellenzweiter war der SV Kripp erster Leidtragender des Saisonabbruchs. In dieser Spielzeit will man einen neuen Angriff in Richtung Aufstieg unternehmen. Im ersten Pflichtspiel seit vergangenem Dezember bezwang die Elf von Trainer Oliver Küster am vergangenen Wochenende im Erstrundenspiel um den Kreispokal den Ligakonkurrenten SG Bachem/Walporzheim mit 3:2. „Mit der Vorbereitung sind wir ganz zufrieden. Wir haben im Ausdauerbereich viel gearbeitet. Nach dieser langen Pause ist aber auch einiges ungewiss. Die Liga scheint wieder sehr ausgeglichen, Remagen ist sicherlich ein Mitfavorit. Wir wollen guten Fußball spielen und erfolgreich sein. Man merkt, dass die Vorfreude wieder da ist“, erklärt Kripps Coach Oliver Küster.

Grafschafter SG: „Ich glaube, in diesem Jahr zieht keiner an der Tabellenspitze so schnell weg wie in der Vorsaison die SG Heimersheim. Es wird eng oben, und wir wollen mitmischen. Es muss aber jedem klar sein, dass wir dafür in jedem Spiel ans Limit müssen“, sagt GSG-Trainer Mirco Walser. Der Kader des Vorjahresdritten ist fast komplett zusammengeblieben. Walser kann auf 24 Akteure und drei Torhüter bauen. Die Leistungen in den Testspielen waren wechselhaft. „Aber das ist völlig normal. Mit dem Spiel gegen Kripp bekommen wir direkt einen Gegner aus dem Favoritenkreis, gleich eine echte Standortbestimmung. Wir gehen vorsichtig optimistisch an die Sache heran“, so Walser.

SC Bad Bodendorf: Beim SC beginnt ein Umbruch. Nach dem Laufbahnende der erfahrenen Andreas Knechtges und Thomas Bieler rücken gleich sechs A-Jugendliche auf. Nach Platz vier im Vorjahr ist man bei der Zielsetzung bescheiden. „Wir haben allen Grund, demütig zu sein. Die Vorbereitung lief nicht gut, wir traten lange auf der Stelle. Erst das Pokalspiel gegen die SG Vordereifel (1:2) war ein kleiner Lichtblick. Eine Zielsetzung kann ich gar nicht ausgeben. Ein vernünftiger Start ist wichtig, um nicht gleich in Bedrängnis zu geraten“, sagt Bad Bodendorfs Trainer Elmar Schäfer.

SG Westum/Löhndorf II: Nach einer starken vorangegangenen Saison mit dem fünften Platz will die Westumer Reserve diese Leistung nun bestätigen. Neu an der Seitenlinie ist Trainer Andreas Rothbrust, der auf Dave Kürbis folgt. „Wir haben einen breiten Kader mit einer guten Mischung aus Jung und Alt. Der Neustart verlief durch die Einschränkungen wohl wie bei den meisten Teams schleppend. Dann hatten wir aber sehr gute Testspiele und blicken nun optimistisch dem Start entgegen“, sagt Rothbrust.

DJK Müllenbach: In Müllenbach erwartet man sehnsüchtig den Startschuss zum Bau des neuen Kunstrasenplatzes. Sportlich soll ein Rang unter den ersten fünf anvisiert werden. „Das funktioniert aber wohl nur, wenn wir vom Verletzungspech verschont bleiben. Der Kader ist sehr klein. Die Vorbereitung war aber gut, die Tests aufschlussreich. Wir freuen uns auf den Start, auch wenn wir am ersten Wochenende noch zuschauen müssen“, führt der Müllenbacher Trainer Dieter Kerpen aus.

SV Remagen: Trainer Tarik Mazih macht keinen Hehl aus seinen Ambitionen: „Wir wollen oben angreifen und am liebsten die Nummer eins am Ende der Saison sein.“ Dafür wurde ein 27-Mann-Kader zusammengestellt, der mit dem 3:2-Pokalsieg gegen A-Ligist SG Dernau gleich ein Ausrufezeichen setzte, obwohl bezirksligaerfahrene Akteure wie Mario Müller oder Kai Weber derzeit noch verletzt sind. „Wir brauchen noch mehr Konstanz und müssen ganz einfach härter arbeiten als der Rest. Dann werden wir unsere Ziele auch erreichen“, versichert Mazih. Da es beim Auftaktgegner SG Kreuzberg/Ahrbrück zwei bestätigte Coronafälle gibt, hat Remagen an diesem Wochenende noch spielfrei.

SG Ahrtal: Der 26-jährige Marcel Zimmermann folgt an der Seitenlinie auf Markus Esser. Zimmermann, der zuvor die A-Jugend coachte, setzt auf den eigenen Nachwuchs. Gleich zehn Akteure gingen mit ihrem Trainer den Weg in den Seniorenbereich. „Unser Ziel ist es, mit den jungen Spielern eine schlagkräftige Mannschaft zu formen in den nächsten Jahren. Der Großteil des Kaders ist zwischen 18 und 22 Jahre alt. In dieser Spielzeit soll idealerweise ein einstelliger Platz am Ende zu Buche stehen. Favorisiert sind sicherlich die Grafschafter SG und Kripp, die nun schon lange eine gewisse Konstanz vorweisen können“, umschreibt Zimmermann seine Erwartungen.

SG Bachem/Walporzheim: Trainer Thomas Meyer freut sich über einen großen Kader und einen gesunden Konkurrenzkampf. „Wir gehen mit 29 Spielern in die Saison. Es findet ein reger Austausch mit unserer Reserve statt. Der Konkurrenzkampf wurde klar kommuniziert und wird von alle bislang hervorragend angenommen. Wir sind ganz zufrieden mit der Vorbereitung, hatten beim 2:3 im Pokal gegen Kripp ein Chancenplus, aber etwas Pech. Wir wollen mit den Abstiegsplätzen nichts zu tun haben“, wünscht sich Meyer.

SG Kreuzberg/Ahrbrück: Trainer Michael Theisen reaktivierte einige Akteure, um am Ende einen 21-Mann-Kader stellen zu können. „Sonst hätten wir wohl nicht melden können“, erzählt Theisen. Die Vorbereitung lief dann zunächst sehr gut, bis sich in den vergangenen zwei Wochen mit Christian Engelmann, Simon Keutgen und Christoph Thielen gleich drei Stammkräfte schwerer verletzten. „Das ist sehr bitter, aber wir bleiben optimistisch. Von weiteren Verletzungen sollten wir aber verschont bleiben, dann visieren wir einen Platz im Mittelfeld an“, meint Theisen. Doch die Mannschaft traf es dann noch einmal hart. Im Kader gibt es zwei bestätigte Corona-Infektionen, die Mannschaft musste erst mal in Quarantäne, wurde getestet. Der ergab, wie sich am Freitag herausstellte, bei allen Beteiligten – 16 Spieler plus Trainer – einen negativen Befund, womit es nun nächste Woche für Kreuzberg losgehen kann. „Wir sind vor allem froh, dass das keine weiteren Kreise gezogen hat“, sagt Theisen.

SG Oberahrtal/Barweiler: Die personelle Ressourcen der Mannschaft von Spielertrainer Fabian Hideg sind stark begrenzt. „Wir sind an der Grenze dessen, was einen geordneten Spielbetrieb zulässt. Im Kern haben wir eine erfahrene Mannschaft, die in der B-Klasse gut mithalten kann. Aufgrund von beruflichen Verpflichtungen ist es im Trainingsbetrieb und an Spieltagen aber immer etwas unberechenbar. Unser Ziel kann nur der Klassenverbleib sein“, macht Hideg deutlich.

SG Franken/Königsfeld/Koisdorf: In Franken soll es aufwärts gehen, nachdem bei Saisonabbruch nur die SG Gönnersdorf/Brohl schlechter platziert war. „Wir sind auf jeden Fall guter Dinge, die Beteiligung ist gut, und auch die Tests waren zufriedenstellend. Es ist aber schwer zu sagen, wie es sich entwickelt. Man hat die Mannschaften nun auch schon neun Monate nicht mehr spielen sehen. Wir wollen uns einfach verbessern“, stellt Frankens Trainer Thomas Ockenfels klar.

SG Gönnersdorf/Brohl: Im Vorjahr kam die Elf von Trainer Dennis Schütz nur zu zwei Siegen aus 16 Partien. Nun soll es aufwärts gehen. „Es wird wieder hart, aber wir sind fest gewillt, besser abzuschneiden. Gleich der Start wird vieles zeigen. Wir spielen in den ersten acht Wochen gegen die Teams, die man in unserer Tabellenregion erwarten kann. Die Vorbereitung war zufriedenstellend, auch wenn die Testergebnisse nicht berauschend waren“, sagt Schütz.

SV Oberzissen II: Der Liganeuling tritt mit einer jungen Mannschaft an, um sich zu etablieren. „Die Zielvorgabe als Aufsteiger ist klar: Am liebsten wollen wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben und unsere jungen Spieler weiterentwickeln, um sie idealerweise an die Bezirksliga heranzuführen. Unsere Vorbereitung war gut, aber es wird sicher schwer. Wir werden manches Mal an unsere Grenzen kommen. Wir freuen uns auf den Start“, erklärt Coach Florian Höper, der mit Tobias Ackermann den Aufsteiger betreut.

Quelle: Lutz Klattenberg, RZ Kreis Ahrweiler, Samstag, 5. September 2020, Seite 21




 

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