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» Verein » Biken | 13.08.2018 | (1)

Von hohen Bergen und tiefen See (... und gerissenen Ketten)

... handeln so viele Berichte. Unter diesen ist der Bericht von acht hochmotivierten Bikern des TUS Löhndorf auf deren Tour 2018 ins Wettersteingebirge bei Mittenwald sicherlich einer der schönsten.
Am Abend des 01. August 2018 startete die letzte Vorbereitung der Tour mit dem Beladen der PKW, bevor am Folgetag um 05.00 Uhr morgens die Reise in die Alpen begann.
Mit knackigen 26er, 27,5er und 29er Alu- und Carbonbikes im Gepäck, ergänzt durch Kisten voller Waffeln, Cola und Riegeln, verlief die Anreise über Deutschlands baustellenreiche Autobahnen problemlos.

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Noch weniger Probleme bereitete dann das Einchecken in Frau Brummers 1a Gästehaus mit Blick auf die mächtige Karwendelwand. Überaus freundlicher Empfang, angenehme Zimmer und ein Käffchen oder noch besser ein Radler von Deutschlands höchst gelegener Privatbrauerei versüßten die Anreise nach vielen Stunden des engen Nebeneinander in sehr warmen PKW.

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Die erste Tour am gleichen Tag konnte dann doch nur gut gestimmt losgehen, wenn auch der Startpunkt dank modernster Navigation erst nach 20minütiger Suche zu finden war. Über die Mittenwalder Buckelwiesen ging es, eigentlich lt. Garmins Navigation auf der "5 Seen-Tour", als ersten Zielpunkt zur hochgelegenen Maxhütte. Ein beeindruckender Ausblick ins Tal mit wenig verständlicher Hüttenwirtkommunikation aber umso besseren Getränken verhinderte das komplette Austrocknen bei 30 Grad Celsius. Der Walchensee als nächstes Ziel war wiederum willkommene Abkühlung sowohl als Bademöglichkeit für scheinbar Beluga verwandte Biker als auch zum erneuten Auffüllen der durstigen Bäuche. Die Rückfahrt nach Mittenwald auf der mittlerweile von "5 Seen-Tour" in "Einrolltour" umbenannte Runde vorbei an einem wunderschönem Wasserfall und reich blühenden Silberdisteln, die erwartungsgemäß nur ein Bruchteil der eilenden Biker entdeckt hatten, war danke der Asphaltpassagen schnell bewältigt und landschaftlich wirklich sehenswert. Dabei spielte der erste Kettenriss der Tour wenige Stunden zuvor gar keine Rolle mehr.

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Am Folgetag, hier spielte ein erneuter Kettenriss ein größere Rolle, folgten die gesamte Bike-Mannschaft dem gebuchten Profiguide. Die Isarauen als Startstrecke, ausgetrocknete Zuflüsse als technische Herausforderung und Steigungen sowie Abhänge mit sehr anspruchsvollen Wurzelpassagen forderten Material und Fahrer so stark, dass zumindest ein Bike kapitulierte und bereits die zweite Kette am zweiten Tag der Tour auf den Boden warf.

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Dank der einzigartigen „Schlauch_wir_verbinden_einander_Methode“ konnten E-Bike und konventionelles Bike mit Fahrern bis zur nächsten Werkstatt radeln, um zumindest zum genüsslichen Abschluss am See pünktlich wieder dabei zu sein. Zuvor quälten sich die verbliebenen Radfahrer auf den hohen Kranzberg, der dank seiner ausgezeichneten Lage nach schweißtreibenden, gefühlten Stunden einen phantastischen Blick in die tolle Alpenlandschaft bot.

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Neben den Materialschäden zuvor war die Abfahrt auf engen Singletrails dann Auslöser für den ein- oder anderen Schaden der Fahrer. Ob einfach nur technische Finesse gefehlt hat, um Hindernisse klug zu umfahren, oder aber die Müdigkeit nach dem vielen Auf- und Ab entscheidende Ursache der Stürze gewesen ist, lässt sich heute nicht mehr rekapitulieren.

Am Abend zumindest waren alle Biker und alle Bikes wieder fit, so dass der „nachsportlichen“, aktiven Freizeitgestaltung in den Lokalen Mittenwalds bis in die späte Nacht nichts mehr im Wege stand. Grund für die Aktivierung der Kräfte am Abend, nach der anstrengenden Tour, dürfte wohl auch der Sprung in den himmelblauen Lautersee mit dessen perfektem Badewasser, umgeben von steilen Bergen und wandernden Ziegenherden, gewesen sein.

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Ob die G7 Staaten im Jahr 2015 auch so gut bis spät in die Nacht hineine feiern konnten ist uns nicht bekannt. Offensichtlich ist jedoch, dass die Damen und Herren traumhaft residierten, im Schloss Elmau. Auf dem Weg zur Wettersteinalm und dem Schachenhaus auf 1880 Metern über NN. am Samstag bot sich zumindest die Gelegenheit, dieses beeindruckende Anwesen und Hotel zu sehen. Der mehrstündige Anstieg auf die Gipfel um die Wettersteinalm forderte alle Kraftreserven heraus, die bei der sich anschließenden langen Abfahrt auch keine Chancen bekamen, aufgefrischt zu werden.

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Dies wiederum übernahm nach dem Sprung in den Ferchensee das prima Essen im Brauhaus, begleitet von einem süßen „Hirschkuss“.
Mit dem üblichen Wehmut verabschiedetet sich die gesamte Bike-Truppe am Sonntag von Mittenwald und Frau Brummer mit deren prima Gastfreundschaft (sowie dem geschichtsträchtigen Fernsehraum in tiefen Kellerräumen). Viel besser konnte die Biketour kaum verlaufen. Es war super schön. So ist die Vorfreude auf die nächste Biketour schon so riesig, wie Mittenwalds Berge eben. Kette hin, Kette her.

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David Baier, Radsport TuS Löhndorf




 

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